Cankuna

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Marianne und London

Im Sommer 2005 zog London, ein Australian-Shepherd-Mix aus einem Tierheim bei uns ein. Nach unserer Aussie-Dame Jenna, war er der 2. Hund in unserem Leben und ich dachte damals, ein weiterer, ruhiger und älterer Hund könnte unser jungen Wilden ganz gut tun.

Die ersten Wochen ging alles soweit gut und London schien sich in unser Familienleben perfekt zu integrieren, doch Jenna zeigte ihm die „kalte Schulter“ und wollte so gar nichts von London wissen.

Dann zeigte London sein wahres Gesicht und attackierte sogar meine Kinder, wenn sie zur Tür herein kamen. Ich versuchte alles Mögliche, suchte Rat in Foren und schaffte es zumindest, dass London meine Familienmitglieder nicht mehr auffraß, wußte aber nicht, was wirklich mit ihm los war. Gleichzeitig bekam ich Infos über Trainer, die ich konsultierte, die sich den Hund anschauten, aber mir irgendwie das Gefühl gaben, dass ich entweder zu „dumm“ war, diesen Hund in den Griff zu bekommen, noch das sich irgendwie sichtbare Erfolge einstellten.

Auf dem Höhepunkt meiner Verzweiflung und ich war kurz davor, London wieder in die Obhut des Tierschutzes zu geben – mein Herz blutete schon bei dem Gedanken -, bekam ich wieder einen Tipp über ein Forum, ich solle mich doch mit meinem Problem an Daniel Sprengnöder wenden. Die Tippgeberin kannte Daniel vom Frisbeesport und wußte daher auch, dass er mit schwierigen Hunden arbeitete. Sie gab mir den Weblink, so dass ich mich informieren und Kontakt aufnehmen konnte und so vereinbarte ich bald darauf mit Daniel einen Termin. So lernten wir 2006 Daniel kennen.

Zum ersten Termin kam Daniel zu uns nach Hause um sich ein Bild von unseren Hunden und ihren Lebensumständen zu machen und ließ sich von mir auch Londons Verhalten genau beschreiben. Und wir hatten viele „Baustellen“!!

London ging praktisch auf jeden Menschen los, der unser Haus betrat, so dass wir ihn regelrecht wegsperren mussten. Und es dauerte ewig lang, bis er sich in seiner Box beruhigte. Draußen war er bei Hundebegegnungen nicht zu bändigen, bellte alles an, was sich bewegte, egal ob Mensch oder Artgenossen und wollte alles und jeden attackieren. Das Verhalten ließ sich nicht unterbrechen, er war praktisch nicht zu kontrollieren.

 

Nach gründlicher Anamnese schlug Daniel uns vor, wir sollten mit London zu ihm in die Raufergruppe kommen. Schnell kristallisierte sich heraus, dass London ein sehr unsicherer Hund und ich ein sehr unsicherer Hundeführer war. Nach der ersten Stunde in der Raufergruppe war London’s Brustfell nass vom Speicheln und ich total gestresst vor lauter Anspannung.

Über die Monate hinweg wurden wir beide aber immer besser und wuchsen unter Daniels Anleitung auch als Team mehr und mehr zusammen, so dass wir sogar Gruppenspaziergänge ohne Maulkorb machen konnten. Durch Daniel haben wir sehr viel gelernt, vor allem ich über die Körpersprache meiner Hunde. Heute haben wir bei London zwar noch nicht alle Baustellen zu 100% gelöst, aber ich bin sehr zufrieden mit dem, was wir erreicht haben und kann mit den restlichen Kleinigkeiten wunderbar leben. London lässt sich heute aus Situationen, die im Stress bereiten, wesentlich besser heraus nehmen und sich ablenken, was zu Beginn undenkbar gewesen wäre. Auch passt er an der Haustür immer noch auf und muss bei fremdem Besuch kurzzeitig in seine Box. Aber dank des intensiven Trainings beruhigt er sich sehr schnell und ich kann ihn auch schnell wieder heraus lassen. Auch Hundebesuch ist inzwischen praktisch kein Problem mehr.

Mit Jenna und unserem Jungspund Orlando haben wir schon gelegentlich gearbeitet und auch hier gibt es noch das ein oder andere zu lernen, ich glaube aber, vor allem für mich.

Auch wenn wir nicht immer alle Aufgaben, die Daniel uns gestellt hat, in allen Details und exakt befolgt haben, so sind wir auf das Erreichte trotzdem sehr stolz und können hier an dieser Stelle nur eins sagen:

DANKE DANIEL!!!